Basiswissen
In der Regel können freischaffende in der Medienbranche, ganz gleich, ob es sich um Journalisten, Kameramänner/frauen, SchauspielerInnen oder Grafikdesigner handelt, sofort mit ihrer Arbeit starten. Natürlich vorausgesetzt, sie haben Aufträge. Wer die berufliche Selbständigkeit aber einfach nur als Notlösung mangels Aussicht auf eine Festanstellung versteht, gerät meist in eine berufliche und psychische Sackgasse. Sie sollten die Entscheidung sehr bewusst treffen und sich fragen, ob Sie tatsächlich freiberuflich tätig sein wollen und können.
Achten Sie auf Ihre persönliche Einstellung
Als beruflich Selbständiger sind Sie - in der Regel - auf sich allein gestellt: Sie müssen Kontakte knüpfen, um Ihre Werke, Ihre Texte zu verkaufen. Sie müssen Termine einhalten und sollten dafür sorgen, dass Ihre Auftraggeber zufrieden sind. Sie sollten auch bei finanzieller Unsicherheit noch ruhig arbeiten und schlafen können. Kurz: Ihre Gründerpersönlichkeit ist gefragt
Prüfen Sie Ihr fachliches Können
Wenn Sie Absolventin oder Absolvent einer Filmhochschule, Kunsthochschule oder Journalistenschule sind, haben Sie Ihre Qualifikation schwarz auf weiß. Prüfen Sie aber genau, ob das reicht. Viele Medienschaffende und Publizisten sind zudem nicht selten "fachfremde" Quereinsteiger. Auch sie müssen sich mit ihren Wettbewerbern messen lassen. Vergleichen Sie sich - möglichst realistisch - mit Medienschaffende und Publizisten Ihrer Sparte und stellen Sie fest, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen.
Bei vielen Freiberuflern handelt es sich um Einpersonenunternehmen. Sie erfordern natürlich nicht denselben kaufmännischen Aufwand wie ein Unternehmen mit zehn oder noch mehr Angestellten. Nichtsdestotrotz dürfen Sie keine Angst vor Zahlen haben.Im Gegenteil: Wer um Zahlen lieber einen großen Bogen macht, geht ein großes Risiko ein. Auch wenn Sie Ihre ganze Buchführung an einen Steuerberater geben, müssen Sie den Überblick über Einnahmen und Ausgaben behalten. Der regelmäßige Blick auf die Zahlen hat schon manche Bruchlandung verhindert.Sie können ein guter Regisseur, eine Top-Webdesignerin oder ein begnadeter Schauspieler sein: Wenn Sie nicht in der Lage sind, "kühl" zu rechnen, den Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben zu behalten und mit Ihren Einnahmen sinnvoll zu haushalten, werden Sie in der Regel - die natürlich durch Ausnahmen bestätigt wird - auf Dauer nicht erfolgreich sein.
DVD
Empfohlen von der FAZ. Für alle, die beginnen, sich mit dem Thema Selbstständigkeit auseinander zu setzen, ist die unterhaltsame Lehr-DVD "Hände weg von den Sünden beim Gründen" zu empfehlen, welche die wichtigsten Aspekte des erfolgreichen Gründens handlungsorientiert und anschaulich darstellt. mehr..



